Kultur | Literatur

Das Lange Literaturwochenende der PRIVATHOTELS SYLT
13. – 18.November 2018

Literatur ist mir eine Herzensangelegenheit, und mit Elke Heidenreich habe ich eine kundige und engagierte Mitstreiterin gefunden, die schon beim Aufbau der Bibliothek im Hotel Budersand entscheidend mitwirkte.
Elke Heidenreich war es auch, die mich ermutigte,ein kleines Literaturfestival ins Leben zu rufen, bei dem sich Autoren, Verleger, Journalisten und Künstler zu Lesungen, Gesprächen, Schreib-Workshops und Diskussionen mit einem interessierten Publikum begegnen sollten. So entstand im November 2014 das erste „Lange Literaturwochenende” (LiWo) mit sechs Veranstaltungen.
Die Autorinnen und Autoren, die wir einluden, kamen aus der Schweiz, aus Österreich und aus Deutschland. Durch die Kooperation mit den anderen vier Sylter Privathotels wurde gleich eine breite Plattform geschaffen,der Zuspruch der Besucher war enorm, also verlängerten wir das Festival. Inzwischen sind wir bei fast einer Woche mit insgesamt zehn hochkarätigen Veranstaltungen gelandet!
Ich hoffe, dass Ihnen das abwechslungsreiche Programm unseres Fünften Langen Literaturwochenendes gefällt, und freue mich zusammen mit unseren Partnerhotels auf den Gedankenaustausch mit Ihnen.

Herzlichst
Ihre Claudia Ebert

Eigentümerin Hotel Budersand, Schirmherrin des Langen Literaturwochenendes der PRIVATHOTELS SYLT

 

Weitere Impressionen aus den vergangenen Festivals finden Sie hier


PROGRAMMHEFT 2018

1942 bezog Thomas Mann sein neues Haus in Pacific Palisades. Es ist ein Refugium für den Schriftsteller gewesen, ein Treffpunkt des Exils und ein Ort der Geborgenheit für seinen Enkel. Im März 2018 kehrt Frido Mann auf  den Spuren seiner Erinnerung zurück, kurz bevor das Haus von der Bundesregierung  als Z entrum des transatlantischen Dialogs  eröffnet werden soll. Frido Mann erinnert an das  politische Engagement der Manns im Exil und sieht sich mit der Frage konfrontiert, welche Wirkung der offene Dialog gerade heute noch entfalten kann.
Sein Essay ist ein radikales Plädoyer für Verantwortung und Verständigung in einer Zeit der globalen Krise.

Frido Mann, geboren 1940 in Monterey,  Kalifornien, arbeitete nach dem Studium der Musik, der Katholischen Theologie und der Psychologie viele Jahre als klinischer  Psychologe. Er lebt heute als freier Schriftsteller in  München. Er veröffentlichte Romane und Sachbücher, darunter zuletzt „An die Musik. Ein  autobiographischer Essay” und, zusammen mit Christine Mann, „Es werde Licht. Die Einheit von Geist und Materie in der Quantenphysik”.

 

Veranstaltungsort:
Hotel Rungholt, Kampen

68 Euro pro Person  
inkl. Buffet (exkl. Getränke)

 

Foto: Thomas Elsner

April 1945. Es sind die letzten Stunden,  bevor die Hölle losbricht in Berlin und der  Häuserkampf beginnt. Die letzten Tage, bevor alles vorbei ist. Aber vorher müssen Fritz und Schultz noch einen Auftrag erfüllen: Sie  erhal- ten den Auftrag, die Geldkasse ihrer  Einheit nach Berlin-Mitte ins Reichsluftfahrtministerium zu bringen – auf klapprigen  Fahrrädern. „Vor dem Anfang” ist die Geschichte einer  unfreiwilligen Schicksalsgemeinschaft zweier Menschen, die urplötzlich aufeinander angewiesen sind, auf Gedeih und Verderb...


Burghart Klaußner, 1949 in Berlin geboren, ist einer der herausragenden deutschen Theater- und Filmschauspieler. Er spielte unter anderem am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg, am Schiller Theater und Maxim Gorki Theater in Berlin. Zu den großen Filmen, in denen er zuletzt zu sehen war, zählen „Der Staat gegen Fritz Bauer”, „Terror – das Urteil” und „Das schweigende Klassenzimmer”. Mit „Vor dem Anfang” legt der in Hamburg lebende Klaußner erstmals einen Roman vor.

 

Veranstaltungsort:
Hotel BUDERSAND, Hörnum

29 Euro pro Person

 

Foto: Gene Glove

Wenn die Eltern alt werden, verändert sich das Gewicht des Lebens. Umso mehr, wenn die Strecke, die hinter einem selbst liegt, auch schon länger ist als die vor einem. Alt sind immer nur die anderen, denkt man, bis man miterlebt, wie die eigenen Eltern, scheinbar auf ewig jung und schön, gebrechlich werden. Und sich plötzlich die Frage stellt, wie man die wurde, die man ist. Anuschka Roshani taucht dafür in die ungewöhnliche Geschichte ihrer ungewöhnlichen Eltern ein, schreibt – so der Untertitel – ihre mal nachdenklichen, mal komischen „Erinnerungen an meine noch lebenden Eltern” auf und versucht zu rekonstruieren, was sie weiß.
„Was für ein kluges, warmherziges, zauber-haftes Buch!” (Elke Heidenreich). „Anuschka Roshanis ‚Komplizen’ ist ein Meisterwerk” (Nils Minkmar).

Anuschka Roshani ist 1966 in Westberlin g eboren, studierte Verhaltensbiologie und  b esuchte die Henri - Nannen - Journalisten - Schule, bevor sie viele Jahre Redakteurin und Reporterin beim „Spiegel" war. Seit 2002 lebt sie mit ihrer Familie in Zürich, wo sie für „Das Magazin” arbeitet. Im Verlag Kein &  Aber hat sie Truman Capotes Gesamtwerk herausgegeben.

Veranstaltungsort:
Landhaus Stricker, Tinnum

89 Euro pro Person
inkl. Flying Buffet (inkl. Getränke)

 

Foto: privat
 

Die USA sind uns fremd geworden. Zwar  waren sie immer schon ein Land der Widersprüche, doch mit Donald Trumps Präsidentschaft  wurde klar: Fundamentales verschiebt sich, was gerade noch verlässlich schien, bricht entzwei. Auch nach Donald Trump wird es nicht wieder so werden wie zuvor.
Warum das so ist, zeigt uns Klaus Brinkbäumer, ein „wahrer Amerika-Kenner” („Handelsblatt”), in seinem großen Buch über die USA. Er kennt das Land wie wenige. In seiner leidenschaft- lichen Schilderung von  Menschen, Orten, Stim- mungen, Geschichte und Geschichten zeichnet er das faszinierende Porträt einer Nation, die für Jahrzehnte wegweisend für uns war. Das Ende dieser Beziehung wird unsere Zukunft wesentlich bestimmen.

Klaus Brinkbäumer, geboren 1967, ist seit dreißig Jahren mit den USA eng verbunden. 2007 wurde sein Lebenstraum wahr, und er ging als Korrespondent des „Spiegel” nach New York. So erlebte er die berühmten Krisenjahre und die Jahre Obamas hautnah mit.  Seit Januar 2015 ist Klaus Brinkbäumer  Chefredakteur des „Spiegel”. Er erhielt u. a. den  Egon-Erwin-Kisch-Preis sowie den Henri- Nannen-Preis, den Deutschen Reporterpreis und wurde 2016 Chefredakteur des Jahres.

Veranstaltungsort:
Hotel Budersand, Hörnum

29 Euro pro Person

 

Foto: Michael B. Rehders

Klaus Modick widmet sich dem baltischen Grafen Eduard von Keyserling (1855 – 1918), den Thomas Mann hoch verehrte und dessen feine, impressionistische Erzählungen (wie „Beate und Mareile” oder „Wellen”) in den letzten Jahren neu entdeckt wurden. Modick führt in die Schwabinger Bohème der Jahre 1900/01 und zeigt einen 45-jährigen, an  Syphilis erkrankten, damals noch am Rande der L iteraturszene stehenden Schriftsteller. Lovis Corinth malt ihn am Starnberger See,  ein düsteres, ungeschminktes Porträt. Darum geht es in diesem atmosphärisch dichten  Roman, auf der Spur eines „Geheimnisses”, das den Studenten Eduard von Keyserling einst zwang, die Universität im estnischen Dorpat zu verlassen – ein Skandal für die a dlige Welt seiner Heimat. „Eine fließende, flirrende, sprachfeine Preziose” („Stern”).

Dr. Klaus Modick, geboren 1951, promovierte mit einer Arbeit über Lion Feuchtwanger. Seit 1984 ist er freier Schriftsteller und Übersetzer und lebt inzwischen wieder in seiner Geburts-stadt Oldenburg. Für sein umfangreiches Werk erhielt er u.a. den Nicolas-Born-Preis und den Bettina-von-Arnim-Preis. Sein 2015 erschienener Worpswede-Roman „Konzert ohne Dichter” wurde zu einem Bestseller, der Kritiker wie Leser begeisterte.

Veranstaltungsort:
Hotel Benen-Diken-Hof, Keitum

59 Euro pro Person
inkl. 3-Gang-Menü (exkl. Getränke)

 

Foto: Isolde Ohlbaum

Wie steht es um die Gesellschaft der Bundesrepublik? Ist sie so zerrissen, wie es manche Wahlergebnisse verheißen? Haben es die  Politiker des Landes aufgegeben, Visionen zu entwickeln und den Menschen zu zeigen, wofür es sich zu streiten und zu leben lohnt? Sind wir eine furchtsame Nation geworden, die z wischen Willkommenskultur und Abschottungsverlangen hin und her schwankt?
Mit kaum einem Zweiten lässt sich über diese Fragen so intensiv debattieren wie mit Heinz Bude. Allein die Titel seiner jüngsten Bücher –  „Bildungspanik. Was unsere Gesellschaft spaltet”, „Gesellschaft der Angst” und „Das Gefühl der Welt. Über die Macht von  Stimmungen” – signalisieren, worum es geht: um eine ungeschönte Bestandsaufnahme in  bedrohlicher Zeit.

Prof. Dr. Heinz Bude, Jahrgang 1954, studierte  Soziologie, Philosophie und Psychologie. Von 1997 bis 2015 leitete er den Bereich „Die Gesellschaft der Bundesrepublik” am Hamburger Institut für Sozialforschung. Seit 2000 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Makrosoziologie an der Universität Kassel. Seine Bücher sind vieldiskutierte Analysen bundesrepublikanischer Gegenwart und machen ihn zu einem gefragten Gesprächspartner.

Veranstaltungsort:
Hotel Budersand, Hörnum

29 Euro pro Person

 

Der Erste Weltkrieg bringt einen österreich- ischen Soldaten in ein Karpatendorf. Eine junge Frau besucht nachts die „Geheime  Gesellschaft der Schlaflosen”. Ein Motorrad-fahrer ist überzeugt, dass er sterben und die Mondlandung der Amerikaner versäumen wird. Eine Frau beobachtet die Ausfahrt eines Fischerbootes, das nie mehr zurückkehren wird. Über vier Generationen des 20. Jahrhun-derts und vier Ländergrenzen hinweg erzählt Iris Wolff davon, wie historische Ereignisse die Lebenswege von Einzelnen prägen. Zwischen Freiheit und Anpassung, Zufall und freiem Willen erfahren ihre Protagonisten: Es gibt Dinge, die zu uns gehören, ohne dass wir wüssten, woher sie kommen. „Iris Wolff lässt ihre Leser erfahren, was passiert, wenn nichts passiert – und  findet starke Bilder für ihren die histo-rische  Erfahrung eines ganzen Jahrhunderts  umspannenden Roman.” (Denis Scheck)

Iris Wolff, geboren 1977 in Hermannstadt/ Siebenbürgen, studierte Germanistik, Religions- wissenschaft und Grafik & Malerei in Marburg  und lebt in Freiburg. Sie war langjährige  Mitarbeiterin des Deutschen Literaturarchivs  Marbach. 2018 wurde sie Literatur-Stipendiatin des Landes Baden-Württemberg. „So tun, als ob es regnet” ist ihr dritter Roman.

Veranstaltungsort:
Fährhaus Sylt,  Munkmarsch

59 Euro pro Person
inkl. 3-Gang-Menü (exkl. Getränke)

 

Foto:  Falko Schubring

Selma, eine alte Westerwälderin, kann den Tod voraussehen. Immer, wenn ihr im Traum ein Okapi erscheint, stirbt am nächsten Tag jemand im Dorf. Unklar ist allerdings, wen es treffen wird. Davon, was die Bewohner in den folgenden Stunden fürchten, was sie blind-lings wagen, gestehen oder verschwinden lassen, erzählt Mariana Leky in ihrem Roman.„Was man von hier aus sehen kann” ist das  Porträt eines Dorfes, in dem alles auf wunder-same Weise zusammenhängt. Aber es ist vor  allem ein Buch über die Liebe unter schwie- rigen Vorzeichen, Liebe, die scheinbar immer  die ungünstigsten Bedingungen wählt. Für  Luise zum Beispiel, Selmas Enkelin, gilt es  viele tausend Kilometer zu überbrücken. Denn der Mann, den sie liebt, ist zum  Buddhismus konvertiert und lebt in einem Kloster in Japan...
„Ein wunderbares, kluges, amüsantes, tiefsin-niges Buch.” (Deutschlandfunk Kultur)

Mariana Leky, 1973 geboren, studierte nach einer Buchhandelslehre Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim. Sie debütierte 2001 mit dem Erzählband „Liebesperlen”. Ihr dritter Roman, „Was man von hier aus sehen kann”, stand monatelang auf der „Spiegel”-Bestsellerliste und wurde 2017 von Buchhändlerinnen und Buchhändlern aus ganz Deutschland zum „Lieblingsbuch der Unabhängigen” gewählt.  Sie lebt in Berlin und Köln.

Veranstaltungsort:
Hotel BUDERSAND, Hörnum

29 Euro pro Person

 

Foto: Franziska Hauser

 

Die Wolken hängen schwer über der Geest, als der Endvierziger Ingwer Feddersen in sein Heimatdorf zurückkehrt. Er hat hier noch etwas gutzumachen. Großmutter Ella ist dabei, ihren Verstand zu verlieren, Großvater Sönke hält in seinem alten Dorfkrug stur die Stellung. Er hat die besten Zeiten hinter sich, genau wie das ganze Dorf.
Wann hat dieser Niedergang b egonnen? In den 1970ern, als nach der Flurbereinigung erst die Hecken und dann die Vögel veschwanden? Als die großen Höfe wuchsen und die kleinen starben? Als Ingwer zum Studium nach Kiel ging und den Alten mit dem Gasthof sitzen ließ? Mit großer Wärme erzählt Dörte Hansen vom Verschwinden einer bäuerlichen Welt, von Verlust, Abschied und von e inem Neubeginn. „Dörte Hansen findet für ihre herrlich eigensinnigen Figuren immer den richtigen Ton. Mal ironisch, mal anrührend.” („Brigitte” über „Altes Land”)

Dr. Dörte Hansen, geboren 1964 in Husum,  studierte Sprachen wie Gälisch, Finnisch oder Baskisch und ist promovierte Linguistin.  Danach wechselte sie zum Journalismus,  war  einige Jahre Redakteurin beim NDR und arbeitet heute als Autorin für Hörfunk und Print. Sie lebt in Husum. Ihr Romandebüt „Altes Land” eroberte die Bestsellerlisten im Handumdrehen. Man sprach vom „Dörte-Hansen- Wunder”...

Veranstaltungsort:
Hotel BUDERSAND, Hörnum

94 Euro pro Person inklusive einem 3-Gang-Menü im KAI3 (exklusive Getränke)
59 Euro pro Person inklusive einem 3-Gang-Menü im Strönholt (exklusive Getränke)

 

Foto: Sven Jaax

Was soll man lesen? Was auswählen aus der Vielzahl der Neuerscheinungen, die sich in j eder Saison auf den Tischen der Buchhandlungen türmen?

Sandra Kegel und Rainer Moritz haben sich umgetan und präsentieren – kurzweilig und informativ – ein Dutzend Bücher aus dem Herbst 2018, von denen sie begeistert sind. Victoria Trauttmansdorff liest ausgewählte Passagen aus den empfohlenen Büchern. Eine Matinee, die es leicht macht, das Richtige zu lesen – und zu Weihnachten zu verschenken.


Sandra Kegel, 1970 in Frankfurt am Main g eboren, hat Germanistik und Romanistik studiert. Seit 1999 ist sie Redakteurin im  Feuilleton der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung”, seit 2008 Redakteurin für Literatur und  Literarisches Leben. Sie fungiert als Mitglied  mehrerer Literaturpreisjurys und erhielt selbst den Ravensburger Medienpreis.

Prof. Dr. Rainer Moritz, 1958 in Heilbronn  geboren, ist promovierter Literaturwissen-schaftler, leitet das L iteraturhaus Hamburg, schreibt Kritiken (u.a. für die „Neue Zürcher Zeitung”) und  Bücher, zuletzt: „Mein Vater, die Dinge und der Tod”.


Veranstaltungsort:
Hotel BUDERSAND, Hörnum
 

29 Euro pro Person


 

 

Fotos: FAZ Helmut Fricke / Gunter Gluecklich / Jeanne Degraa

 
 
 
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